Aus­zeich­nung für den Hospiz-Chor

Was hat ein Chor mit der Hos­piz­ar­beit zu tun? Auf den ers­ten Blick gar nichts und den­noch wurde im Hos­piz­ver­ein Lands­hut vor rund zwei Jah­ren eine Sing­ge­mein­schaft gegrün­det. Nun wurde diese Idee auch mit dem Pro­jekt­preis 2020 der Bay­ri­schen Stif­tung Hos­piz aus­ge­zeich­net. Wegen der Corona Pan­de­mie konnte der Preis erst kürz­lich im Rah­men einer klei­nen Feier im Salz­stadl Regens­burg ver­lie­hen wer­den. Gesund­heits­mi­nis­ter Klaus Holet­schek nahm die Ehrung selbst vor und über­reichte den erfreu­ten Sän­ge­rin­nen und Sän­gern die Auszeichnung.

Auch der Gesund­heits­mi­nis­ter stellte oben erwähnte Frage, was hat die Hos­piz­ar­beit mit Sin­gen zu tun? Staats­mi­nis­ter Klaus Holet­schek brachte es bei sei­ner Lau­da­tio auf den Punkt: „Sin­gen ver­bin­det die Men­schen und bringt ein biss­chen Licht in so man­che dunkle Stunde.  Für den Hos­piz­ver­ein Lands­hut war das Anlass genug, einen Chor zu grün­den. Des­sen Schreib­weise setzt das Wort ‚Ohr‘ ab. Denn: Das A und O in der Hos­piz­ar­beit ist, immer ein offe­nes Ohr für die Beglei­te­ten und ihre Ange­hö­ri­gen zu haben.“

EinTonDaneben(Ch)Ohr ist tat­säch­lich der Name die­ser Sing­ge­mein­schaft, denn zum einen geht es hier nicht darum, gesang­li­che Höchst­leis­tun­gen zu brin­gen, son­dern viel­mehr um die Freude am Sin­gen. Es darf also durch­aus auch mal ein Ton dane­ben gehen. Zum andern wis­sen gerade die Ehren­amt­li­chen im Hos­piz­ver­ein aus ihren Beglei­tun­gen, auch im Leben kann auch mal ein Ton dane­ben gehen. Inso­fern auch das eine Ver­bin­dung zur Hospizarbeit.

Dies sah offen­sicht­lich auch die Bay­ri­sche Stif­tung Hos­piz so und zeich­nete den Hos­piz­ver­ein Lands­hut dafür mit dem Pro­jekt­preis 2020 aus.

Die Bay­ri­sche Stif­tung Hos­piz wurde 1999 vom Bay­ri­schen Sozi­al­mi­nis­te­rium zusam­men mit dem Orden der Barm­her­zi­gen Brü­der, dem Chris­to­phe­rus Hos­piz­ver­ein und dem Bay­ri­schen Hos­piz- und Pal­lia­tiv­ver­band gegrün­det. Auf­gabe der Stif­tung ist es, den Hos­piz­ge­dan­ken zu ver­brei­ten und die Ster­be­be­glei­tung über­all da, wo Men­schen ster­ben, zu ver­bes­sern. Die Stif­tung zeich­net jähr­lich Men­schen und Pro­jekte aus, die sich in beson­de­rer Weise um die Hos­piz­ar­beit ver­dient gemacht haben.

Mit­wir­ken am EinTonDaneben(Ch)Ohr kann übri­gens jeder. Man muss dazu nicht als Hos­piz­be­glei­ter tätig sein, Freude am Sin­gen reicht dazu völ­lig aus. Wer Lust hat, sich monat­lich im Hos­piz­ver­ein zu einem Gesangs­abend unter Lei­tung von Sabine Härtl zu tref­fen, kann sich gerne im Hos­piz­ver­ein Lands­hut unter 0871 66635 informieren.