Der Hospizgedanke ist angekommen

Hospizverein Landshut > News > Der Hospizgedanke ist angekommen

Fast 100 ehre­namtlich Hos­pizbe­glei­t­erIn­nen betreuen im Hos­pizvere­in Land­shut aktiv alte und ster­bende Men­schen zu Hause, in Heimen, im Hos­piz oder den Pal­lia­tivs­ta­tio­nen. Mehr als 500 Mit­glieder und Spender bauen mit an der sta­bilen finanziellen Basis, auf der Hos­pizvere­in in dieser Region arbeit­en kann – durch ihre Mit­glieds­beiträge, aber auch Erb­schaften oder unab­hängige Spenden. Sie alle tra­gen auf ihre Art und Weise dazu bei, den Hos­pizgedanken in die Mitte der Gesellschaft zu tra­gen. Und auf der diesjähri­gen Mit­gliederver­samm­lung des Hos­pizvere­ins Land­shut wurde klar: Der Hos­pizgedanke ist ein gutes Stück weit angekom­men.

So kon­nte Hans Buck, Schatzmeis­ter des Vere­ins, für das laufende Jahr 2018 ein couragiertes Bud­get für ein bre­ites Aktion­spro­gramm vor­legen, was bei­des von den Mit­gliedern ein­stim­mig genehmigt wurde. „Die Nach­frage recht­fer­tigt unsere Pläne“, bestätigt Vere­insvor­stand Kunib­ert Herz­ing, der bei der Wahl des Vor­stands ein­stim­mig wiedergewählt wurde.

„Das Leis­tungsspek­trum des Vere­ins wird immer vielfältiger. Gle­ichzeit­ig nehmen immer mehr Land­shuterIn­nen unsere Ange­bote in Anspruch – seien es Begleitun­gen, Trauerver­anstal­tun­gen oder auch Beratun­gen.”

Kunib­ert Herz­ing

Dass alle Pläne Real­ität wer­den kön­nen, dazu tra­gen auch maßge­blich neue Geset­ze bei, die die Arbeit der Hos­pizvere­ine durch Zuschüsse und Kostenüber­nah­men erle­ichtert und damit auf sta­bile Beine stellt. Dass die Poli­tik reagiert – auch das ist ein Zeichen, dass die Hos­pizbe­we­gung weit­er ins Inter­esse der Gesellschaft gerückt ist, wie der 2. Vor­sitzende Richard Bechinger tre­f­fend fest­stellte. So ist etwa das Gesetz “zur Stärkung der Hos­pizkul­tur und Pal­lia­tivver­sorgung in Pflege­heimen und im ambu­lanten Bere­ich” ein wichtiger Baustein. Es greift seit let­ztem Jahr und stellt Gelder bere­it, um die erhöht­en Aufwen­dun­gen der Pflege­heime, Pflege­di­en­ste, Hil­f­sor­gan­i­sa­tio­nen und Ärzte zu deck­en, die nötig sind, alte Men­schen sta­tionär und ambu­lant pal­lia­tiv gut zu ver­sor­gen und das Ster­ben zu begleit­en. Dank dieser Förderung kann der Hos­pizvere­in z.B. mit Fes­tangestell­ten arbeit­en und so auch die Beratungsleis­tun­gen aus­bauen. Die Mitar­beit­er koor­dinieren sowohl die rund 100 Ehre­namtlichen aber leis­ten auch fach­spez­i­fis­che Beratung für Bürg­erIn­nen aber auch in Kliniken und Heimen.

Auch die Net­zw­erkar­beit unter den pal­lia­tiv­en Dien­sten stärk­te der Geset­zge­ber finanziell. Diese Chance ergriff der Land­shuter Hos­pizvere­in prompt und grün­dete let­zten Som­mer zusam­men mit dem  Vils­biburg­er  Hos­pizvere­in,  der  Stadt  und  dem  Land­kreis  Land­shut  sowie  der  Stadt Vils­biburg das „Hos­piz- und Pal­lia­tivver­sorgungsnet­zw­erk Land­shut“ (HPVNLA) Es hat zum Ziel, Schw­er­stkranke und Ster­bende in Stadt und Land­kreis Land­shut bedarf­s­gerecht zu ver­sor­gen. Es garantiert einen rei­bungslosen Über­gang zwis­chen der ambu­lanten Betreu­ung zuhause durch Hausarzt, Pflege­di­enst und Hos­pizbe­gleitung, der sta­tionären medi­zinis­chen Ver­sorgung in Klinik/Palliativstation bis hin zur pflegerischen Ver­sorgung in ein­er Hos­pizein­rich­tung.

2018 wird noch mehr passieren: Neben den Basisauf­gaben wie der Begleitung von Trauern­den und Ster­ben­den in Heimen und Zuhause kam die hos­pi­zliche Betreu­ung von Woh­nungslosen neu hinzu,. Ver­stärkt durch neue Ehre­namtliche gehen die Pro­jek­te „Hos­piz in der Schule“ und Hos­piz in Behin­derten­heimen in eine neue Runde.

„Wir erleben, dass ger­ade für diese Ziel­grup­pen von großem Inter­esse ist, darüber zu sprechen, was etwa jet­zt mit Opa oder Oma passiert ist. Sie gehen viel offen­er und unbe­fan­gener damit um als Erwach­sene und wir kön­nen viele Fra­gen beant­worten und damit Unsicher­heit­en aus­räu­men“

Martha Ran­ners­berg­er

Der Hos­pizvere­in leis­tet gute Arbeit in Land­shut und so ist es kein Wun­der, dass der Vor­stand bei den Neuwahlen fast ein­stim­mig in seinen Auf­gaben bestätigt wurde. „Diese Ergeb­nisse sind möglich durch unsere vie­len engagierten Ehre­namtlichen sowie die große Spenden­bere­itschaft der Land­shuter Bürg­er“, betont Kunib­ert Herz­ing. „Und nicht zulet­zt durch Mitar­beit­er wie unsere, die man nicht über­all find­et.“

Evi Hierlmeier