Ein Bild fürs Hospizbüro

Nackte Wände – so was kann eine Künst­ler­fa­mi­lie schon schmer­zen. Des­halb kam Mag­gie Dost-Rei­del die Idee, dem Hos­piz­ver­ein Lands­hut ein Bild zu schen­ken, damit der Emp­fangs­raum des neuen Büros in der Har­nisch­gasse 35 noch schö­ner wird. Und so stieg Franz Rei­del in den rei­chen Fun­dus sei­ner Fami­lie und über­reichte dem 1. Vor­sit­zen­den des Hos­piz­ver­eins Lands­hut Kuni­bert Her­zing kürz­lich einen Farb­holz­schnitt sei­ner Mut­ter Mar­lene Rei­del. Der zeigt eine Ansicht von Lands­hut mit Burg Traus­nitz und den Kir­chen St. Mar­tin und St. Jodok. Nun freut sich jeder, der den Hos­piz­ver­ein auf­sucht, an dem hand­si­gnier­ten Kunst­werk und fühlt sich freund­lich empfangen.

Mar­lene Rei­del, die 2014 starb, ist als Autorin und Illus­tra­to­rin von Kin­der­bü­chern welt­be­rühmt. Ihr Klas­si­ker „Kasi­mirs Welt­reise“ ist in viele Spra­chen über­setzt und auch heute noch gefragt. Die Werke ihres Ehe­manns und Bild­hau­ers Karl Rei­del (1927–2006) sind den Lands­hu­tern ver­traut und gegen­wär­tig. Im Künst­ler­haus Rei­del in der Lands­hu­ter Straße 17 in Ober­gang­ko­fen kann sich jeder umschauen. Kon­takt­da­ten fin­den sich unter www.marleneundkarlreidel.de

Als Ver­wal­ter des rei­chen Nach­las­ses fun­giert heute Sohn Franz Rei­del, der gleich­zei­tig mit sei­ner Frau Mag­gie Dost-Rei­del, ein enga­gier­ter und ein­fühl­sa­mer Hos­piz­be­glei­ter ist. Des­halb appel­liert er an alle Leser, nicht zu lange zu war­ten, bis man sich an den Hos­piz­ver­ein wen­det: „Es ist so schade, wenn wir so spät dazu­kom­men, dass die Tot­kran­ken kaum noch ansprech­bar sind.“ Nie­mand solle die früh­zei­tige Kon­takt­auf­nahme scheuen, ergänzt Kuni­bert Her­zing vom Hospizverein.