Es wird am Netz gebaut

Um ein Netz zu pro­duzieren braucht es viele Gar­ne, Fäden oder Seile. Nur wenn alle einzel­nen Teile miteinan­der, mehr oder weniger eng, ver­knotet sind, ist das Netz sta­bil und tragfähig. So benötigt auch ein Net­zw­erk mehrere Mit­glieder, damit es funk­tion­iert und jed­er einzelne davon einen Mehrw­ert hat. Schließlich ist ein Netz mehr als die Summe sein­er Teile.

Davon kon­nten sich kür­zlich die neuen Mit­glieder im Hos­piz- und Pal­lia­tivver­sorgungsnet­zw­erk Land­shut, kurz HPVN LA überzeu­gen. Gegrün­det wurde das HPVN LA von Stadt und Land­kreis Land­shut, der Stadt Vils­biburg und den bei­den jew­eils ort­san­säs­si­gen Hos­pizvere­inen. Nun kon­nten bere­its sechs neue Mit­glieder hinzuge­won­nen wer­den. Alle sechs, so Kunib­ert Herz­ing, Vor­sitzen­der im Hos­pizvere­in Land­shut und gle­ichzeit­ig Net­zw­erk­mod­er­a­tor, sind in ihrem jew­eili­gen Bere­ich bere­its an der Ver­sorgung von Schw­er­stkranken und Ster­ben­den beteiligt. Um dies im Bere­ich der hos­pi­zlich und pal­lia­tiv­en Betreu­ung auszubauen und weit­er zu verbessern, wollen sie nun alle gemein­sam, um im Bild zu bleiben, an einem Strang ziehen und daraus ein Netz knoten.

Erfreulicher­weise sind aus den ver­schieden­sten Bere­ichen nun weit­ere Mit­glieder im HPVN LA und für Land­shut nicht ganz über­raschend ken­nen sich viele der Akteure bere­its aus ihrem Tätigkeits­feld. Am Anfang ein­er guten Pflege ste­ht sicher­lich die fundierte Aus­bil­dung von Pflegekräften. So gibt es mit der Berufs­fach­schule für Altenpflege schon seit einiger Zeit eine Zusam­me­nar­beit mit dem Hos­pizvere­in Land­shut, wenn es um ethis­che oder pal­lia­tive The­men geht. Dann war es für Ulrike Sölch und Ire­na Beir­it, Schullei­t­erin­nen der Altenpflegeschule nur kon­se­quent, Mit­glied im Net­zw­erk zu wer­den. Ähn­lich sieht es auch Dr. Sask­ia Rupp, Chefärztin der Pal­lia­tivs­ta­tion der Klinik Warten­berg. Die vorhan­dene Zusam­me­nar­beit zwis­chen der Pal­lia­tivs­ta­tion Warten­berg und dem Hos­pizvere­in kann auf diese Weise aus­ge­baut wer­den. Auch für das St.Jodok-Stift in der Freyung ist pal­lia­tive Pflege längst kein Fremd­wort mehr. So kon­nte das Haus bere­its die erforder­lichen Qual­ität­skri­te­rien erfüllen und Stephan Bitzinger, Heim­leit­er im St.Jodok-Stift das Zer­ti­fikat zur Auf­nahme im HPVN LA ent­ge­gen­nehmen.

Beson­ders wichtig für Patien­ten, die zuhause begleit­et und betreut wer­den ist die zuver­läs­sige Ver­sorgung mit Pal­lia­tivphar­mazie. Eine Apotheke muss die entsprechen­den Medika­mente, die oft­mals sehr kurzfristig benötigt wer­den, vor­rätig haben. Wolf­gang Praun von der Alt­stadt-Apotheke will sich hier auch mit seinem Fach­wis­sen ein­brin­gen.

Eben­falls im Bere­ich der ambu­lanten Ver­sorgung ist ein weit­eres Neu­mit­glied tätig. Der Mal­teser Kinder- und Jugend­hos­piz­di­enst begleit­et mit seinen Ehre­namtlichen schw­er erkrank­te Kinder und bietet seit neustem auch Trauer­be­gleitung für Kinder an.

Beratung für onkol­o­gisch erkrank­te Men­schen im Raum Land­shut bietet die BRK Beratungsstelle an. Brigitte Lau­mann freut sich, dass sie sich mit dieser Beratungsstelle ein­brin­gen und mit den vorhan­de­nen Struk­turen weit­er ver­net­zen kann.

Alle an der Ver­sorgung von schw­er­stkranken und ster­ben­den Men­schen sind ein­ge­laden Teil des Hos­piz- und Pal­lia­tivver­sorgungsnet­zw­erks zu wer­den. Hos­pizarbeit ist keine ein­fache Auf­gabe, gemein­sam lassen sich diese Her­aus­forderun­gen leichter lösen.