Fortbildungstag

Es darf gelacht wer­den! Dass Humor in jeglich­er Lebenssi­t­u­a­tion dur­chaus eine aus­gle­ichende, sta­bil­isierende oder beruhi­gende Wirkung haben kann, ver­ste­ht sich von selb­st. Dass dies aber auch in der Begleitung von Ster­ben­den Bedeu­tung haben kann, ist nicht Jedem sofort klar. Für Men­schen, die in der let­zten Leben­sphase begleit­en, öffnet Humor manch­mal die Tür zu ein­er gewis­sen Gelös­theit und Nor­mal­ität inmit­ten von Schmerzen und Niedergeschla­gen­heit. Auch wenn Hos­pizbe­glei­t­erin­nen dies bere­its wussten, so kon­nten sie doch beim jährlich stat­tfind­en­den Fort­bil­dungstag des Hos­pizvere­ins Land­shut Bestä­ti­gung erfahren. Zusam­men mit dem Humorther­a­peuten Markus Proske beschäftigten sich Hos­piz- und Trauer­be­gleit­er in diesem Jahr mit genau diesem The­ma, ver­tieften es und erfuhren neue Impulse. Mit Begeis­terung nah­men die Ehre­namtlichen das Ange­bot des Vere­ins an, sich einen ganzen Tag lang auf ver­schiedene The­men einzu­lassen. Denn nicht nur das The­ma Humor stand auf dem Pro­gramm, auch zwei weit­ere Work­shops kon­nten von den Teil­nehmern belegt wer­den. Wie ordne ich Ster­be­wün­sche von Hochbe­tagten ein? – Mit diesem Aspekt beschäftigte sich eine weit­ere Gruppe. Unter der Leitung von Katha­ri­na Theißing vom Christopho­rus Hos­piz Insti­tut Mün­den ver­suchte man, diese zu ergrün­den, ein wenig zu ver­ste­hen und let­ztlich einzuord­nen in den Gesamtkon­text von Hos­pizbe­gleitung. Denn auch beim Wun­sch ster­ben zu wollen, bedarf es des Respek­ts eines ver­ständ­nisvollen Umfelds. Wenn auch sicher­lich nichts aktiv zu ein­er Umset­zung beige­tra­gen wird, so fördert doch das Ver­ständ­nis in gewiss­er Weise auch Gelös­theit, näm­lich dass es nicht ver­w­er­flich ist, lebenssatt ster­ben zu wollen. Der dritte Work­shop forderte die Teil­nehmerIn­nen kör­per­lich her­aus: Kinäs­thetik – sich acht­sam und scho­nend bewe­gen. Ger­ade pfle­gende Ange­hörige ste­hen oft­mals vor der Auf­gabe, ihre zu pfle­gen­den Fam­i­lien­mit­glieder zu heben oder zu bewe­gen – eine kräfter­aubende Tätigkeit. Die VHS-Dozentin und Lehrkraft an der Altenpflegeschule, Frau Iri­na Beir­it, kon­nte hier wertvolle Tipps und Ratschläge weit­er­ver­mit­teln. Prak­tis­che Übun­gen run­de­ten den Work­shop ab und gaben der Gruppe ein wenig mehr an Sicher­heit für den Fall, doch ein­mal notge­drun­gen während ein­er Hos­pizbe­gleitung reagieren zu müssen. Vor­stand Kunib­ert Herz­ing und das Koor­di­na­torenteam des Hos­pizvere­ins waren ins­ge­samt sehr zufrieden mit der Beteili­gung am Fort­bil­dungstag und bedank­ten sich bei den Ref­er­enten, sowie der Ursu­li­nen­re­alschule und dem St.Jodok-Stift für ihre Gast­fre­und­schaft und Unter­stützung.