Krisen-ZiB

Besuchsverbote, Isolation, Vereinsamung – die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sind als Hochrisikogruppe von der Corona-Pandemie besonders betroffen. Taucht das Virus im Heim auf, wird es schnell dramatisch. Es fehlt an allem: an Schutzkleidung, Gesichtsmasken, Personal und – an Zeit.
Zur Unterstützung der Heime hat die Paula Kubitscheck-Vogel-Stiftung ihr Projekt „Zeitintensive Betreuung im Pflegeheim – ZiB“ an die Corona-Situation angepasst. In Kooperation mit Hospizvereinen in ganz Bayern werden speziell geschulte Pflegekräfte für die Betreuung schwerstkranker und sterbender Heimbewohner eingesetzt.
Das „Krisen-ZIB“ knüpft an das gerade abgeschlossene Pilotprojekt „Zeitintensive Betreuung im Pflegeheim – ZiB“ an. Im Frühjahr 2020 sollte das erfolgreiche Modell fortgesetzt werden.

„Wir haben aber gemerkt, dass sich das Projekt in der regulären Form, die auch von den Pflegeheimen einen zeitlichen Beitrag fordert, derzeit nicht umsetzen lässt, deshalb bieten wir es nun in einer vereinfachten Version an, die den Heimen schnell und unbürokratisch hilft.“

Anne Rademacher, Geschäftsführerin der Stiftung

Mit Erfolg: Unter tatkräftiger Mitarbeit der Hospizvereine in Freising, Landsberg am Lech, Landshut, Mühldorf am Inn, Nürnberg und Rottal-Inn sind, finanziert von der Stiftung, bereits 24 Pflegekräfte im Einsatz. Weitere Hospizvereine haben Interesse signalisiert, sich als lokale Projektträger zur Verfügung zu stellen und den Einsatz der Kräfte in den Pflegeheimen ihrer Region zu koordinieren.