Wohl­tu­ende Klänge und Worte

Eine Stunde zum Ruhig­wer­den, Ent­span­nen und um die Gedan­ken flie­gen zu las­sen bot kürz­lich der Hos­piz­ver­ein Lands­hut in der Chris­tus­kir­che. Das Har­fen­spiel von Lena Christ und die Klang­scha­lendar­bie­tung von Heidi Lienke ver­moch­ten es, die Zuhö­rer und Zuhö­re­rin­nen in eine ganz beson­dere Stim­mung abtau­chen zu las­sen, wobei sie den Text­bei­trä­gen von Wer­ner Ehlen lau­schen konn­ten. Der soge­nannte Licht­punkt, der regel­mä­ßig am zwei­ten Don­ners­tag jedes Monats statt­fin­det, ist ein Kul­tur­ange­bot, das offen steht für alle Men­schen mit einer Ver­lust- oder Trau­er­er­fah­rung, aber auch für alle, wel­che ein­fach nur die Klänge der Instru­mente und die lite­ra­ri­schen Impulse genie­ßen wol­len. „Es han­delt sich dabei nicht um ein Kon­zert oder einen Got­tes­dienst“, sagt Franz Menzl, ver­ant­wort­li­cher Koor­di­na­tor des Hospizvereins. 

Der Licht­punkt ist viel­mehr ein welt­an­schau­ungs­of­fe­nes und spi­ri­tu­el­les Ange­bot jen­seits reli­giö­ser Kate­go­rien. Dass jüdisch-christ­li­che, mus­li­mi­sche oder fern­öst­li­che Weis­hei­ten ein­flie­ßen, ist mög­lich, liegt aber stets in den Hän­den der vor­be­rei­ten­den Gruppe. Meist wer­den welt­li­che Texte geboten 

Franz Menzl

Ins­ge­samt zeigt sich die Ver­an­stal­tung getra­gen von ver­schie­de­nen Ver­ei­ni­gun­gen, die jeweils ihre ganz eige­nen auf­bau­en­den Trost-Texte zusam­men­stel­len. Der Ambu­lante Kin­der­hos­piz­dienst Mün­chen, die Not­fall­seel­sorge Lands­hut Süd, der Mal­te­ser-Hilfs­dienst, AGUS sowie der Vils­bi­bur­ger Hos­piz­ver­ein sind mit im Boot und tra­gen zum Gelin­gen eines sol­chen Licht­punkts bei. Der nächste Abend in der Chris­tus­kir­che fin­det am Don­ners­tag, den 7. April statt — auf­grund der Oster­fei­er­lich­kei­ten aus­nahms­weise bereits am ers­ten Don­ners­tag des Monats.